„Land voll Licht und Schatten – Nicaragua“
Eröffnung Foto-Ausstellung 14:30 Uhr
Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Armut, Naturkatastrophen, Korruption und mangelnde Bildungschancen prägen den Alltag vieler Menschen. Besonders Kinder sind betroffen: Oft fehlt das Geld für Schulkleidung oder den Schulweg, viele müssen zum Familieneinkommen beitragen. Ohne Bildung bleibt der Ausweg aus der Armut jedoch schwierig.
Die Ausstellung „Land voll Licht und Schatten – Nicaragua“ zeigt die persönlichen Eindrücke von Christiane Weber, die das mittelamerikanische Land seit 2008 mehrfach bereist hat.
Die langjährige Redakteurin der Thüringischen Landeszeitung engagiert sich seit 2002 im Bildungsprojekt „Patenschaften für Kinder in San Marcos“ des Eine-Welt-Haus e.V. Jena und ist seit 2023 Mitglied dessen Vorstands.
Ihre Fotografien erzählen von den Gegensätzen Nicaraguas: Sie zeigen beeindruckende Landschaften, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt sowie die große Herzlichkeit der Menschen. Gleichzeitig dokumentieren sie die Armut vieler Familien und machen deutlich, wie eng Naturschönheit und soziale Herausforderungen nebeneinander bestehen.
Das Bildungsprojekt betreut heute fast 180 Patenschaften. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch sowie häufig auch eine Berufsausbildung oder ein Studium. Neben der finanziellen Unterstützung entstehen durch den persönlichen Austausch oft langjährige Beziehungen zwischen den Familien in Nicaragua und ihren Patinnen und Paten in Deutschland.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Kaffeeanbau, der für viele Familien die wichtigste Lebensgrundlage bildet. Das Eine-Welt-Haus Jena unterstützt gemeinsam mit Partnern den fairen Handel mit Bio-Kaffee aus Nicaragua. Dieser wird direkt von Kleinbauernkooperativen bezogen, nachhaltig angebaut und teilweise sogar mit dem Segelfrachter Avontuur klimafreundlich nach Europa transportiert.
Die Ausstellung verbindet eindrucksvolle Fotografien mit Einblicken in das Leben der Menschen Nicaraguas und zeigt, wie Bildung, fairer Handel und persönliches Engagement konkrete Zukunftsperspektiven schaffen können.
Die Ausstellung ist bis zum 12.10.2026 zu sehen.